"Allerdings!! =)"
Empathie
Leidet wirklich mit, wer Mitleid hat? Wir haben den Wert Empathie mal genauer angeschaut.
Manchmal, da gibt es diesen kleinen Stich, irgendwo zwischen Herz und Bauchnabel. Beinahe tut es uns selbst weh, zu sehen, wie jemand anders leidet. Das kann der streunende Straßenkater genauso sein wie die Kinder aus dem Waisenhaus, die wir in einer Fernsehreportage sehen. Mitleid ist ein wichtiges Gefühl, macht uns bewusst, dass es andere Menschen mit Problemen gibt. Das Wort scheint eigentlich zu sagen, dass wir "mit leiden" - und das, obwohl wir uns meistens noch nicht einmal vorstellen können, wie sich derjenige wirklich fühlt, weil wir glücklicherweise weder wissen, wie es ist, auf der Straße zu leben noch wirklich nachempfinden können, was es bedeutet, von einer Schale Reis am Tag zu leben.
"Gott sei dank
geht es mir gut", denken wir dann häufig, und schon unsere eigene
Dankbarkeit sorgt dafür, dass wir uns ein kleines bisschen besser
fühlen. Das sollte als Gedanke allerdings nicht nur in dem Moment
auftauchen, wo man sieht, dass es anderen schlechter geht als einem
selbst. Vielmehr sollten wir uns oft bewusst machen, wie gut es uns
geht, da wir gesund sind, gute Freunde oder tolle Eltern haben, weder
hungern noch auf der Straße leben müssen.
Mitleid galt schon bei manchen Philosophen vor über 2000 Jahren als Tugend und der Philosoph und Dichter Gotthold Ephraim Lessing ging sogar so weit, zu sagen: "Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch." Sicher ist das nicht, denn wenn man jemanden bemitleidet, ist es gut möglich, dass man auch etwas herabschaut auf ihn, eben, weil er Hilfe braucht. Gleichzeitig - und das ist wohl das beste, was wir aus dem kleinen Stich in der Bauchgegend machen können - ist Mitleid ein guter Antrieb. Schaut, mit wem ihr Mitleid habt und wem ihr helfen könnt. Der kleine Stich hat nämlich einen zweiten Namen: Gewissen.



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