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Stolpersteine gegen das Vergessen

Mehr als eine Million Juden wurden in dem zweiten Weltkrieg deportiert oder in den Tod getrieben. An ihr Schicksal soll erinnert werden.

Am 27. Januar  vor 65 Jahren befreiten die Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Im Jahr 1996 machte der damalige Bundespräsident Roman Herzog diesen Tag zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus". Seitdem findet alljährlich im Bundestag eine Gedenkstunde mit Zeitzeugen als Gastredner statt.

                                           (Quelle: aus www.stolpersteine.com)

Um an die Namen der NS-Opfer zu erinnern, startete der Künstler Gunter Demnig ein Projekt namens "Stolpersteine" - das sind pflastersteingroße Würfel aus Messing, die vor den letzten freigewählten Wohnorten der Verfolgten in das Pflaster des Gehweges eingelassen werden. Auf diesen Steine sind Namen, Geburts- und Todestag sowie die Angaben zur Verfolgung des jeweiligen Opfers eingraviert.
Schon über 22.000 Steine wurden in Deutschland, den Niederlanden, Polen etc. gesetzt.

Doch Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisierte das Projekt. Sie bezeichnet es als "unerträglich", dass die Namen ermordeter Juden auf den Boden eingelassen sind und auf ihnen mit Füßen "herumgetreten" wird.
Gunter Demnig interpretierte es anders: Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. "Stolpersteine" heißen sie deswegen, weil man nicht mit den Füßen stolpert, sondern mit dem Kopf und mit dem Herzen über das Schicksal der NS-Opfer.

Hier könnt ihr mehr über das Projekt erfahren.


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